home again

ich bin wieder da. nach 20 stunden flug und fast 4 stunden ICE wurde ich von alex, krissi und robert freundlichst und mit herz empfangen. jetzt muss ich erst einmal wieder ankommen, wäsche sortieren, mich sortieren, meine bakterielle infektion auf der haut pflegen und auskurieren.

die letzten tage in bangkok waren sehr entspannend. da meine beiden unterkunftsspender nadine und jerome zum arbeitenden farangvolk gehören hatte ich viel zeit für mich. ausgiebiges schlendern durch bangkok, besuche von ausstellungen - einfach mal seele baumeln lassen bei buch, sonne und guter musik. sicher klingt das nicht entspannend, wenn man sich vorstellt, dass ich das in bangkok gemacht habe. aber nach diesen vielen tagen in der 10 millionenmetropole findet man immer mehr gefallen an dieser und weiss es zu schätzen dort zu sein.

abends ging es dann taeglich mit nadine und jerome zum dinner in diverse lokalitäten und zu vergnügungseinrichtungen. unter anderem zu karaoke. aber nicht im stil einer bar, sondern für private veranstaltungen. man kann sich das so vorstellen: ein raum (es gab verschiedene größen S, M, L, XL), sitzbank, mikrofone, fernseher, dolby sourround hifi und dicke ordner mit titellisten. nach dem zweiten bier war dann alles egal und wir drei waren in unserer mehr oder weniger schalldichten kabine allen zwängen entfesselt und schrien in die mikrofone bei voll aufgedrehtem stereo. zu smashhits von kylie, robbie und anderen schlechten songs liesen wir die stimmbänder zittern. ich hätte nie gedacht, dass mir das mal so viel spass macht.

ausserdem ging es noch ins kino, erneut (mit jerome) auf trinktour in die khao san (mit bösen auswirkungen für bangkoks sidewalks), zum bowling und zum krönenden abschluss auf den statetower. in feinem zwirn und nach einem leckeren dinner am fluss haben die beiden mich an meinem letzten abend auf den statetower ausgeführt. einer der größten wolkenkratzer in bangkok mit dekadentem restaurant und bar auf dem dach und dem besten blick auf das nächtliche blinklichtfeuerwerk der stadt. nur durch eine gläserne begrenzung vom 1m entfernten abgrund geschützt stiessen wir auf den letzten abend an und liessen uns das haar vom wind verwirren.

wenn man in diesen worten schwelgt wird einem erst bewusst, was man gerade hinter sich gelassen hat. es war eine schöne zeit, die ich sicher irgendwann durch einen erneuten besuch verlängern/erneuern werde.

grosses lob und dickes danke an nadine und jerome, die mir so lieb unterschlupf und hilfe in diversen lebenslagen geboten haben.

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