Korat: Mein erster Nikolaustag bei 30 Grad Außentemperatur im "Tokio Hotel". In Alex' Tevas stecken eine Wasserflasche und eine Schachtel LM Blue. Meinem Bauch geht's derweil wieder besser und das Fieber der letzten Tage ist auch weg. Also auf in den Khao Yai Nationalpark.

Was bisher geschah: Die letzten drei Tage in Trat kamen mir wie ein einziger vor. Grund dafür waren plötzliche Durchfallprobleme und leichte Benommenheit beim Schlendern durch dieses langsam laufende Städtchen, an dem wir vor knapp 10 Tagen schon einmal waren. Dazu kamen Tag nach der Ankunft noch Bauchkrämpfe und zum Abend hin Fieber bis 38,1°. Also wurde der darauf folgende Tag auf Paracetamol, im Bett und auf dem Klo erlebt. Nach dem abendlichen Besuch im lokalen Hospital wurde dann auf zusätzliche Antibiotika gesetzt. Also war der Pillencocktail komplett: Antibiotika, Malarone, Paracetamol und Tannacomp. Lecker! Das Fieber war am darauf folgenden Tag allerdings weg und somit konnten Alex und ich mit zwei Tagen Verspätung Trat per Bus in Richtung Norden verlassen.

Leider kamen wir erst nach 21 Uhr in Korat an, so dass ein direkter Durchmarsch in den Nationalpark an diesem Tag nicht mehr durchzuführen war. Also Unterkunft suchen. Dabei zeigten sich mal wieder die thailändischen (asiatischen) Charakterzüge: wenn man was nicht genau weiß, dann wird irgendetwas gezeigt oder erzählt. So kam es, dass der Taxifahrer am Busterminal nach unserer Frage, wo wir eigentlich momentan genau wären, uns auf unserer Lonley Planet Karte das falsche Terminal zeigte. Wir waren schon etwas verblüfft, dass er uns zu Fuss von Dannen ziehen lies und freudiger Erwartung wirklich gleich in der Haltestellen-nahen Unterkunft namens "Tokio Hotel" (was wird uns dort wohl erwarten?) anzukommen. Nach 10 min Fußmarsch durch die warme Nacht, entlang einer Hauptstraße, hat sich per GPS und Karte kein wirklich stimmiges Bild ergeben - eigentlich wären es gerade mal 200m laut LP gewesen. Die Zwischenfrage in einem kleinen Internetcafé, welches wie üblich (auch zu dieser Uhrzeit) nur von jungen Teenies zum Internetballern benutzt wird, brachte neue Erkentnisse: richtiger Weg, aber noch weitere 10 min der Straße folgen, am Big C links rum und dann seid ihr da. Nix da. Immer noch falsch, mitten im Nirgendwo. Aber dann hat's doch klick gemacht: Wir waren doch am Busterminal 1 angekommen und nicht, wie fälschlich vom Taxifahrer erfahren, am BT2. Blöd, wenn man einen falschen Ausgangspunkt hat. Mit diesen neuen Infos erreichten wir nach weiteren 5 Minuten durchgeschwitzt unser Ziel. Mit der Band Tokio Hotel hatte diese Unterkunft zum Glück nichts am Hut.

Drei Dinge bleiben also zu bemerken:

  1. Der langersehnte Durchfall kam doch noch. Man muss nur ganz feste dran glauben.
  2. Meine Pillendosis war quantitativ höher, wenn auch farblich nicht so nett daher kommend als Jan's Partypackage.
  3. Nikolaustag im Warmen ist irgendwie ernüchternd. Wo ist mein Weihnachtskalender? Ich will Türchen öffnen.
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