Auf 1200m zu den Pinnacles

Nach dem wunderbaren Erlebnis in den Deer Caves ging es am kommenden Morgen gleich frueh miteinem Longboat vom Mulu Headquater weiter in den National Park hinein. Der Fluss wurde immer flacher, so dass wir mehrmals allemann aussteigen mussten, um das Boot mit voller Beinkraft ueber die recht rutschigen runden Steine anzuschieben. Zwischendurch noch ein kurzer Stop an der Wind- und Clearwatercave, wo es ein erfrischendes Bad in super klarem Wasser gab. Ausserdem durften wir noch einmal an Land, um Handicrafts zu kaufen. Was auch immer ich mit dem Krempel auf einer Trekkingtour anfangen soll. Also waren wir ziemlich schnell wieder im Boot und sind weiter stromaufwaerts in Richtung Camp 5 gefahren.

Irgendwann ging es dann wirklich nicht mehr mit dem Boot weiter, so dass wir die letzten 8.8km zu Fuss quer durch den Regenwald laufen mussten. Nach knappen 2.5 Stunden und zwei Haengebruecken waren wir endlich am Ziel und ganz schoen erschoepft. Wie soll das erst am kommenden Tag werden, wenn wir hinauf zu den Pinnacles laufen muessen? Diesen Gedanken haben wir versucht mit einem leckeren selbst gekochten Abendmahl und einem erfrischenden Bad im kuehlen Fluss verschwinden zu lassen. Ja wir mussten unser Essen fuer die drei Tage im Camp 5 selber mitbringen.

Nach einer etwas verregneten Nacht ging es am naechsten Morgen um 6 Uhr raus, um sich fuer die Tour fit zu machen. Frisch gestaerkt starteten wir und mussten nach 5 Minuten feststellen, dass es wirklich nur bergauf geht. Und bergauf heisst in diesem Fall: Treppensteigen. Nur dass es keine Treppen waren - eher Baumwurzeln und hauptsaechlich Geroell und die spitzen Steine Felsen des Kalkgesteins. Die ersten zwei Wanderkilometer waren nach ca. 2 Stunden geschafft - aber noch nicht das Ziel. Die restlichen 400m waren mehr oder weniger durch Klettern und dem erklimmen von Leitern gepraegt, was mehr als eine weitere Stunde in Anspruch nahm. Der Abstieg dauerte komischerweise zwei Stunden laenger. Lag wohl daran, dass wir aufgrund der Steilheit teilweise rueckwaerts hinabsteigen mussten. Sichtlich erschoepft kamen wir aber dennoch unbeschadet im Camp 5 an. Daher ging es auch ziemlich schell zu Bett. Zudem mussten wir am naechsten Tag schon wieder ziemlich frueh raus. Da am kommenden Tag mein Flieger zurueck nach Miri schon mittags abheben sollte, hatten wir nicht viel Zeit fuer die ca. 9km Fussmarsch durch den Wald und die Bootsfahrt zurueck zum Headquarter.

Der Rueckweg durch den Dschungel ging erstaunlich schnell (schneller als hinwaerts) und auch die Bootsfahrt verlief ohne Probleme. So hatten wir im Headwuarter noch Zeit fuer ein kleines Fruehstueck, bevor ich mich von meinen Freunden verabschieden musste. Wir sollten uns dann in knappen vier Stunden in Miri wieder vereinen, um zusammen nach Lahad Datu weiterzufliegen.

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