Auf nach Phnom Penh

Nachdem mein letzter Beitrag auf Grund der miesen Qualität des Internetcafés in Siem Reap leider nicht online ging (erst heute) und auch sonst kaum Möglichkeiten existierten, der Umwelt unsere Erlebnisse mitzuteilen, soll nun ein wenig über die restlichen Tage berichtet werden. Nachdem wir die ach so mystischen Steine rund um Angkor Wat gesehen hatten, ging es dann doch auf dem schnelleren und günstigeren Weg per Bus (und nicht mit dem Boot) nach Phnom Penh. Dort angekommen wurden wir wie Frischfleisch im Piranhabecken von sogenannten Touts umlagert. Diese wollten uns mit ihren Tuk Tuks in verschiedenste Unterkünfte chauffieren. Nur Sam machte auf Grund seiner guten Englischkenntnisse einen vertrauenswürdigen Eindruck. Für 3 Dollars ging es also mit ihm zum Tattoo Guest House, wo wir zwei Nächte geblieben sind. Während Alex sich abends Zeit im Zimmer nahm um seinen aufkommenden Schnupfen zu bekämpfen waren Robert, Jan und ich noch am um die Häuser ziehen. Sehr merkwürdig, dass in Peng Peng (als auch in Siep Reap) bereits um Mitternacht alle Bürgersteige hochgeklappt sind und die Bars schließen. Aber Spaß hatten wir dennoch.

Am nachfolgenden Tag haben wir uns einen kleinen Kulturplan auferlegt. Zuerst ging es ins Tuol Sleng Museum. Dem ehemaligen Gefängnis S21 während der Diktatur der Roten Khmer. Ziemlich heftige Kost, die interessant war aber auch nachdenklich machte. Nach diesem eher traurigen Erlebnis ging es weiter zum Royal Palace und der Silver Pagoda, die erste Tempelanlage für Robert und Jan. Dort wurden wir von einem Mönch angesprochen, der mein Äußeres beeindrucken fand. Ich war an diesem Tag mit roter Fischermannhose und orangefarbenem T-Shirt unterwegs, so dass ich von weitem ein wenig in den Farben der Mönche unterwegs war. Zusätzlich fand er meinen Bart ganz witzig. Nach ein wenig Small Talk kam plötzlich die Bitte um Geld, damit er sich auch so einen tollen Reiseführer, wie wir ihn in der Hand hielten, kaufen zu können. Irgendwie hat mich dieses Situation dann doch etwas verwirrt, so dass ich mir (so auch die anderen Jungs) nicht mehr sicher war, ob dieser Mönch echt ist. Sei es drum, wir gaben ihm die drei Dollars in der Hoffnung, dass sie wirklich in ein Buch investiert würden.

Beim abschliessenden Versuch einen Happen zum Essen zu finden, sind wir über einen lokalen Markt gelaufen, der nicht wirklich einlandend aussah. Mit Fliegen besetztes Fleisch und fischiger Geruch in der Luft veranlaßten uns dann doch per Tuk Tuk zurück in die Straße unseres Hostels zu fahren, um dort wie gewohnt 3$-Mahlzeiten zu uns zu nehmen.

Neben dieser scheinbaren 3$-Regel, die in obigem Text mehrfach auftauchen erscheint und Kambodscha im Vergleich zu Thailand doch recht teuer. Klar ist es immer noch günstig. Aber in Kombination mit dieser Doppelwährung fühlt man sich permanent über den Tisch gezogen zu werden, da alles immer mindestens 1$ kostet - von der Cola bis zur Zigarettenpackung. Einzig die Unterkünfte und das Reisen scheint angemessen bepreist. Aber was soll's, wir sind im Urlaub.

Comments are closed.