werktag oder arbeitstag

was genau ist denn der unterschied zwischen werktag und arbeitstag? diese frage stellten wir - alex und ich - uns heute beim abwasch. nach einer recherche bei wiki habe ich die lösung hier gefunden.

abwaschen war btw auch mal wieder super. gleich gibt's kartoffelsuppe.

home again

ich bin wieder da. nach 20 stunden flug und fast 4 stunden ICE wurde ich von alex, krissi und robert freundlichst und mit herz empfangen. jetzt muss ich erst einmal wieder ankommen, wäsche sortieren, mich sortieren, meine bakterielle infektion auf der haut pflegen und auskurieren.

die letzten tage in bangkok waren sehr entspannend. da meine beiden unterkunftsspender nadine und jerome zum arbeitenden farangvolk gehören hatte ich viel zeit für mich. ausgiebiges schlendern durch bangkok, besuche von ausstellungen - einfach mal seele baumeln lassen bei buch, sonne und guter musik. sicher klingt das nicht entspannend, wenn man sich vorstellt, dass ich das in bangkok gemacht habe. aber nach diesen vielen tagen in der 10 millionenmetropole findet man immer mehr gefallen an dieser und weiss es zu schätzen dort zu sein.

abends ging es dann taeglich mit nadine und jerome zum dinner in diverse lokalitäten und zu vergnügungseinrichtungen. unter anderem zu karaoke. aber nicht im stil einer bar, sondern für private veranstaltungen. man kann sich das so vorstellen: ein raum (es gab verschiedene größen S, M, L, XL), sitzbank, mikrofone, fernseher, dolby sourround hifi und dicke ordner mit titellisten. nach dem zweiten bier war dann alles egal und wir drei waren in unserer mehr oder weniger schalldichten kabine allen zwängen entfesselt und schrien in die mikrofone bei voll aufgedrehtem stereo. zu smashhits von kylie, robbie und anderen schlechten songs liesen wir die stimmbänder zittern. ich hätte nie gedacht, dass mir das mal so viel spass macht.

ausserdem ging es noch ins kino, erneut (mit jerome) auf trinktour in die khao san (mit bösen auswirkungen für bangkoks sidewalks), zum bowling und zum krönenden abschluss auf den statetower. in feinem zwirn und nach einem leckeren dinner am fluss haben die beiden mich an meinem letzten abend auf den statetower ausgeführt. einer der größten wolkenkratzer in bangkok mit dekadentem restaurant und bar auf dem dach und dem besten blick auf das nächtliche blinklichtfeuerwerk der stadt. nur durch eine gläserne begrenzung vom 1m entfernten abgrund geschützt stiessen wir auf den letzten abend an und liessen uns das haar vom wind verwirren.

wenn man in diesen worten schwelgt wird einem erst bewusst, was man gerade hinter sich gelassen hat. es war eine schöne zeit, die ich sicher irgendwann durch einen erneuten besuch verlängern/erneuern werde.

grosses lob und dickes danke an nadine und jerome, die mir so lieb unterschlupf und hilfe in diversen lebenslagen geboten haben.

die letzte woche

vor einer woche: nach zwei tagen bangkok hatte ich mittlerweile kontakt zu antje und gunnar. beide auf dem weg nach ko mak. vorhaben fuer sonntag vor einer woche: sich am hafen auf dem festland zu treffen und zusammen auf die insel zu schippern. leider - oder vielleicht auch zum glueck - war ich am abend zuvor auf maennertour mit jerome, khao san road. bier, viel bier, dazwischen white russian (60 baht), englische maedels, filmriss, nadine vor der tuer auf uns wartend (nachts um 3uhr), schlafen. jerome wusste angeblich (nach gestriger unterhaltung) nicht einmal, wie ich mich am fruehen morgen des sonntags der letzten woche aus dem bett quaelte, schliesslich musste ich das treffen mit gunnar und antje schaffen. voellig ohne plan, kurz im bad, zaehne putzen, dabei die kurzschlussidee, die mir eigentlich schon vor wochen durch den kopf ging: "mit plastiktuete durch kambodscha". nach katzenwaesche wurde also nur das noetigste in einer plastiktuete verstaut, die ab dem damaligen zeitpunkt fuer eine woche mein reisebegleiter werden sollte. skytrain bis ekamai, noch am traeumen, mit dem kopf in der letzten nacht, zum busbahnhof geschleppt. alles ging viel zu einfach - in meinem zustand; sofort ein ticket bekommen, schon im bus, cookies und wasser fuer die fahrt wurden verteilt, die bangkok post hatte ich am terminal gekauft. auch die eukalyptusnasenbefreiersticks. schlafen, endlich wieder schlafen, gedanken, ob ich bis trat wieder einigermassen fit bin.

per pickup von trat bis zum hafen in laem ngop. bei herrlichem sonnenschein mit truckerbrille und -kappe, photoapparat im anschlag gehe ich auf die beiden (hatte sie schon von weitem gesehen und dieses vorhaben geplant) zu. es wird ein freudiges wiedersehen, wobei beide recht stutzig, denoch gefasst auf mein aeusseres reagieren. vieles zu erzaehlen, beiderseits - nationalpark mit blutegeln und regen, myanmar mit regen, letzte nacht mit jerome und der hoellentrip zum treffpunkt. zusammen mit simon, einem juengeren deutschen traveller wurden wir von ufer zu ufer geschleppt, immer noch sonne, die langsam untergeht. im abendgrauen empfiehlt uns rainer aus stuttgart, wo es zu dieser jahreszeit auf ko mak unterkuenfte gibt, die unseren einfachen und preiswerten anspruechen gerecht werden koennen, transport wird auch von ihm organisiert. nicht wirklich freudig ueber das empfohlene ergebniss verlief der abend zu viert vor dem familienbungalow, moskitos, dazu bier.

vier tage lang eigentlich nur regen und nichts tun. kurze abenteuerliche unterbrechung, als wir am vierten tag zu einer inselbesichtigung aufbrechen. die auf ko mak ansaessigen werdauer brueder, lutz und ralf(?) erzaehlten vom anderen strand. bei steigendem meeresspiegel liefen (spaeter kletterten) wir durch verlassene buchten und an bedschungeltem strand, dann auch noch regen. sorge um die kameras bei dem vielen wasser von oben und unten. als endlich feststand, dass es nach 30 minuten auf gischtbedecktem, glitschigem fels nicht weiterging blieb nur der rueckweg ueber gleiches, unwegsames, gefaehrliches ufer. voellig durchnaesst kehrten wir in unser doppelt ausgestattetes doppelbett-familienzimmer zurueck. kameras haben alles ueberstanden. nach etlichen bieren erneutes gemeinsames einschlafen in gemeinsam genutzten zimmer, wie die tage zuvor.

eigentlich sollte es nach diesem feuchten wandertag der letzte abend werden. jedoch hatten wir es nicht auf die reihe gebracht uns um bezahlung und ruecktransport zu kuemmern. zum glueck, wie sich am folgenden morgen herausstellte. endlich sonne, die auch den ganzen tag ueber blieb. lustige bilder wie dieses entstanden zwischen badeeinsaetzen und eincremen. abends mit alex telefoniert.

der abend zuvor wurde ausserdem von viel wind erfuellt, simon mit lagerfeuer am strand. ploetzlich die beiden schweitzer, die wir schon tage zuvor gruessten. im typischen schwytzerdeutsch: "wir wollen euch nicht beunruhigen, aber es gibt auf der insel geruechte, von wegen tsunami und grosser welle". nach kurzem schock, diskussion und gebildetem herangehen an die wahrheit der these steht fest, dass es sicher nur uebertriebene angst ist in bezug auf das ereignis vor einigen monaten. unsere geographisch ausreichenden kenntisse lassen uns mit sehr hoher wahrscheinlichkeit annehmen, dass es im golf von thailand - aufgrund fehlender, sich ineinander schiebende tektonische platten - keinen solchen tsunami geben sollte. denoch wird von eventuellem hochwasser gesprochen, was durch meldungen (telefonisch und televisionell) in erfahrung gebracht werden konnte. sehr skeptisch, mit vielen blicken zum rauschenden, dunklen nachtmeer versuchen wir diese geschichte zu vergessen und schaffen das, wie gesagt, bei bier und thailaendischer kost. der morgen danach: wie gesagt, sonne.

tags drauf, nach dem sonnentag, dann doch die rueckfahrt zum festland, da sechs tage relaxen ausreichen. gunnar und antje muessen nach bangkok, waehrend ich mit simon in trat abhaenge und wir beide versuchen die langsamkeit der insel an die normalgeschwindigkeit anzupassen, bevor es weitergeht. eigentlich haette ich mir schon vorstellen koennen, "mit plastic bag nach cambodia" weiterzureisen. nach vielem hin und her im guesthouse mit der nettesten guesthousemutti der gesamten reise dann doch die entscheidung: zurueck ins hektische bangkok, zurueck zu nadine und meinem trinkfreund jerome, von da aus mit nadine - sie hat noch zeit, bevor ihr neues praktikum losgeht - mal fuer kurz nach sueden trippen, strand und sonne oder so. sonnencreme nicht vergessen! geld fuer kambodscha ist irgendwie nicht mehr auf dem konto. zumal ich noch einen anzug schneidern lassen moechte.

 

17.09.2005

wir stranden in pattaya, simon und ich. wie konnte dieses passieren, wer hatte die idee? der bus von trat nach bangkok spuckt uns am abend, es ist schon dunkel, auf der hauptstrasse auf den buergersteig. wo ist norden? wo der strand? wir irren durch diese stadt, mit allem gepaeck (in meinem fall plastiktuete und kameratasche). vielleicht zwei stunden, permanent hupende pickups und rufende motortaxis, die transportdienste anbieten - wir laufen weiter, dran vorbei, fast schon stur um unser geld zu sparen. es sieht lange zeit beiweitem nicht so aus, wie im lonely planet beschrieben, es fehlt noch was. irgendwann finden wir aber die schmuddeligen ecken, die langen sois, die in rosafarbenen neonroehren bestrahlt werden. bestrahlt von den bars und den reflektionen der vielen thaimaedchen, die auch dienste anbieten, aber keinen transport. es riecht schon irgendwie nach sex, vielleicht nur einbildung bei diesen anblicken. neben rosa und rotem licht, bestrahlen auch laute popmusik und die hinterherrufenden maedchen die strasse. ich kannte das bisher nur aus filmen und von der soi cowboy (bangkok) vor drei einhalb jahren. es gefaellt mir hier gar nicht, ekelhaft, eine nacht und schnellstmoeglich weg. die entscheidung den pattayaabend im burgerking zu beenden war clever und lecker, unsere baeuche entschieden diesen weg. mit zwei bier auf unser teueres doppelzimmer (viermal so teuer, als in trat) - simon und ich. fernsehen per satellit, klimaanlage, duschen, bier und fernsehen. einschlafen.

 

18.9.2005

nach wiederum knapp zwei stunden hasse ich diese stadt noch mehr. der bahnhof ist nirgends ausgeschildert, was und zu diesem erneuten langen marsch, an diesen transportdienstaufdraengenden menschen und maschinen durch die stadt schaeuchen liess. am bahnhof doch noch angekommen: am wochenende faehrt kein zug nach bangkok, weder hin noch her. es war sonntag, heiss und verschwitzt. fuesse reiben schon an den tevas. einem indisch-koreanischen paearchen ging es aehnlich, als die beiden zur gleichen zeit am bahnhof ankommen. zurueck per fuss. ich weiss, dank (mittlerweile) guter orientierung wo es zum busbahnhof geht. dort angekommen geht es nach einem magnum auch schon los. zwei stunden spaeter in bangkok. wieso will der taxifahrer fuer 5min fahrt 100 baht? die busfahrt, um den chatu chak markt zu umfahren kostete nur 12 baht. hier trennen sich unsere wege. simon will noch einmal ueber den chatu chak schlendern, es war ja sonntag. ich will eigentlich nur duschen, also zu nadine. skytrain, und schon da, gestern am fruehen abend, obwohl nadine nicht da ist.

gestern am spaeten abend nachdem jerome vom shoppen heim kommt, schnell noch was gegessen und eis und bier fuer unsere private full moon party eingeholt. nadine muss noch ein buch lesen, denoch spielen wir "wer bin ich". weihnachtsmann, gera, farang, jerome, heidi... wir lachen uns wieder mal kaputt, wie neulich im o'reillys in bangkok city.

was nun diese woche noch passiert weiss ich nicht. nadine kann nun doch nicht mehr mit auf reisen gehen, da sie schon am mittwoch mit ihrem praktikum anfangen muss. eine sms information an mich kam tage zuvor leider nicht an. aber ich werde die tage schon irgendwie bestreiten koennen. eventuell squash mit jerome.

 

ps: schreibweise wie frisch. homo faber hat mir sehr gut gefallen.

zwei laender, drei transportmittel und 3000km in 40 stunden

nachdem ich die tolle nachricht erhalten hatte so schnell zurueck nach thailand zu kommen, hatte ich nur den vormittag des folgenden tages in bagan zur verfuegung. diesen nutzte ich bei herrlichem sonnenschein, um mit einem geliehenen mountainbike die gegend zu erforschen. auf diesem grossen gelaende liegen die vielen pagoden und tempel wirklich dicht beisammen. nach drei stunden fahrt durch sehr staubig, trockenes gelaende kehrte ich zurueck in richtung hostel. leider hatte ich mir einen platten eingefahren, so dass ich unterwegs am strassenrand an einem kleinen fahrradstand vorbeikam. eigentlich wollte ich es nur aufpumpen lassen - die wollten das gleich flicken. fuer 100kyats (77ct) war das dann aber innerhalb von 10 minuten erledigt. im regen ging es anschliessend die letzten 1.5 km zurueck. nach einem mittagessen holte ich mein flugticket ab und brachte das fahrrad zurueck. im hostel schnell noch geduscht und gepackt - schon stand der pickup vor dem hostel, der mich zum bus nach yangon bringen sollte.

fuer meinen morgigen flug hatte ich nach busankunft in yangon ein zeitfenster von sechs stunden (um 6uhr ankommen - um 12uhr fliegen). die fahrt verlief bis ca 19uhr recht flott und ohne probleme. doch dann fing es an in massen zu regnen, so dass sich die augetrockneten flussbetten, die wir zuvor schon mehrfach, problemlos durchfuhren ploetzlich in mehr oder weniger reissende stroeme verwandelten. an einer stelle war dann schluss. knietief standen leute von der gegenueberliegenden und diesseitigen seite in der senke der strasse im wasser, welches recht schnell von links nach rechts seinen weg suchte. man munkelte von mindestens zwei stunden wartezeit. mein zeitfenster schrumpfte also von sechs auf vier stunden (die checkin zeit nicht inbegriffen). relativ gelassen hab' ich also versucht mir das ganze spektakel anzuschauen. nach anderthalb stunden ging es dann doch schon weiter - leider nur fuer 30 minuten: dann naemlich gab es einen lauten knall, als waere ein ast auf das dach gefallen (wind und regen waren immer nach am werkeln). aus dem ast wurde aber ein reifenplatzer. diese panne dauerte weitere 30 minuten - noch mehr von diesen pleiten sollten nicht passieren, sonst wird es naemlich wirklich knapp.

zum glueck war der bus soweit fit und mutter natur hatte auch mitgespielt, so dass wir eine halbe stunde aufholten und vier einhalb stunden vor abflug am highway busbahnhof in yangon ankamen. zeit fuer ein kleines fruehstueck, um anschliessend mit einem minipickup zum flughafen um die ecke weiterzufahren. rechtzeitig sass ich in dem zwei propeller flieger und startete puenktlich in richtung chiang mai/thailand. dort angekommen teilte ich mir die transportkosten vom flughafen mit zwei franzoesisch sprechenden schweitzerinnen, um in die stadt zu gelangen. am zielhostel der beiden reisenden fragte ich nach, ob noch eine chance bestuende einen nachtzug nach bangkok zu ergattern. das sollte kein problem sein meinte die nette thailaenderin und ich machte mich auf den weg zum flughafen. keine zwei stunden nach ankunft in chiang mai sass ich auch schon im zweite klasse abteil eines zuges in die hauptstadt, der mich weitere 15 stunden von nord- nach suedthailand karrte. dabei stellte ich fest, dass die dritte (und somit schlechteste) klasse hier in thailand besser war, als die firstclass in myanmar.

heute frueh um sieben kam ich also nach knapp 40 stunden reisezeit (ohne koerperpflege) hier in bangkok an und wurde mit geoeffneter zimmertuer von nadine und jerome empfangen. endlich duschen, endlich wieder zivilisation, endlich wieder ordentliche kommunikation, endlich wieder richtige musik (dire straits und thievery corporation haben noch nie so schoen im ohr geklungen), endlich fuehlt man sich nicht mehr als fremdkoerper in einer anderen kultur. nun wieder in thailand angekommen merkt man, wie unterschiedlich doch die beiden laender sind, obwohl sie so nah besammen liegen. myanmar mit seinen politischen problemen und vielen ethnologischen teilvoelkern hat erst seit kurzem und recht wenig tourismus im lande. im gegensatz dazu stellt der farang hier in thailand schon eine art 'darf nicht fehlen' objekt dar. in myanmar fuehlt man sich permanant beobachtet und wird von jedem, der ein paar worte englisch kann ausgefragt. hier in thailand ist man im gegensatz dazu schon eine art mitglied der gemeinschaft und ist nicht mehr das besondere im lande. es gab tausende sachen, die ich hier noch aufzaehlen koennte - viele sachen muss man aber selber erleben, um zu verstehen was ich meine.

mal sehen, was heute abend noch so passiert - anscheinend mal ein besuch in der khaosan road, wenn es mit regnen aufhoeren sollte. morgen werde ich mich unter umstaenden auf dem riesigen chatu chak markt umsehen. vielleicht gibts ein paar schicke t-shirts fuer wenig geld.

demnaechst soll es aber schon auf eine insel im sueden gehen. wenn alles klar zusammen mit gunnar und antje. damit verbunden kommt eventuell noch ein besuch in kambodscha in frage - dafuer muss ich aber erst mal mit den beiden in kontakt treten koennen. nur hab ich von ihnen seit letztem sonntag nix mehr gehoert. ich hoff das klappt noch.

 

doch noch schneller zurueck

so langsam fang ich hier an durchzudrehen. ich will wieder jemanden sehen, den ich kenn. darum habe ich heute nach der 10 (in worten zehn) stuendigen bootsfahrt von mandalay hier nach bagan noch mal versucht, ob es nicht moeglich ist schon am donnerstag zurueck nach thailand zu fliegen. ich dachte eigentlich, dass das unmachbar waere. aber siehe da: es geht. morgen schon fahre ich mit dem nachbus nach yangon zurueck, komme dort am donnerstag frueh um 5 an und werde schon um 12 im flieger nach chiang mai sitzen. und das fuer schlappe 77 euronen plus 5 fuer bus.

mit viel glueck schaff ich es dann von dort aus am gleichen tag noch einen nachtzug zu erwischen, der mich dann am freitag in bangkok rauswirft. wir werden sehen.

gestern war ich in myanmar noch mit dem englaender tom und einem schweitzer zu abend essen und anschliessend per trishaw bei den beruehmten moustache borthers. das ist eine familiaere truppe von komikern, die hier in myanmar seit jahren durchs land reisen und satirisch ueber alles herziehen. unter anderem auch ueber politik - das wurde vor jahren fuer einen der brueder zum verhaengnis, so dass er fuer sieben jahre ins gefaengnis musste. jetzt duerfen sie nur noch im eigenen haus auftreten. war ne ganz witzige, wenn zum ende hin auch recht kommerzielle sache.

der heutige tag begann mit um 4:30 aufstehen und verlief hauptsaechlich auf dem wasser. wahnsinnig breit ist dieser ayeyarwady fluss und schlengelt sich von mandalay durch das flache land. weit entfernt sieht man kleinere gebirgszuege und ab und an blinken links und recht am weiten ufer stupas und pagoden auf.

kurz vor ankunft in bagan kamen wir mit dem kahn noch in ein dickes unwetter, so dass wir am ufer notanlegen mussten. man konnte keine 50m weit schauen, so derb hat es geschuettet. ist aber alles gut gegangen. ich werde diesen abend noch relaxen, um dann morgen per fahrrad hier alles zu erkunden - eine riesige ausgrabungsstaette mit einigen dutzend wenn nicht hundert pagoden und stupas. eigentlich hab ich davon ja die schn...ze voll - aber so zum abschluss geb ich mir noch mal so richtig den pagoden-overdrive.

bin gespannt, ob ich irgendwie noch ein treffen mit gunnar und antje organisieren kann. die beiden scheinen mir schon auf ko mak zu sein, um dort vor ihrem kambodscha aufenthalt zu relaxen. vielleicht geh ich ja auch noch in dieses land. mal sehen.

die letzten tage

hallo keule, halle papi, mami und schwester,

bei mir ist alles in ordnung. ich konnte mich leider nicht melden, da ich zwei tage im regenwald unterwegs war. in den restlichen orten seit der letzten nachricht von mir gab es leider keine chance irgendwo in's internet zu gelangen. entweder gab es gar kein internet oder die gmx-seiten waren vom burmesischen internetprovider gesperrt. ich hatte vor ner woche mal an einem tag fieber und durchfall. das war aber nach einem guenstigen arztbesuch (1,20 EUR incl pillen) am naechsten tag schon wieder vergessen.

mittlerweile neigt sich meine reise dem ende. bin im moment in mandalay.

morgen gehts mit dem boot 10 stunden lang flussanwaerts nach bagan - einer historischen stadt mit tausenden pagoden. dort noch mal zwei tage und dann zurueck nach yangon. von dort dann wahrscheinlich am 10.09. mit dem flieger nach chiang mai in thailand um von dort mit dem zug nach bangkok zu fahren (ist der bisher guenstigste weg, den ich finden konnte).

ich werde auf alle faelle versuchen in yangon noch einmal ne meldung zu machen. dort wird es sicher auch wieder internet geben. spaetestens aber von chiang mai aus.

bis dahin seid herzlichst gegruesst und macht euch nicht so viele sorgen.

die leute hier sind alle total freundlich und helfen, wo sie nur koennen ( auch wenn es diverse touriabzocken gibt). geld ist noch ausreichend vorhanden, geklaut wurde auch noch nicht und ab und an trifft man nette traveller, die einen ein bisschen auf dem weg begleiten.

best wishes

marci

@janschi: hsv rockt. die haben es eben drauf. denk auch an dich und freu mich schon, euch alle endlich wieder zu sehen.