Kino und Hostel

Das mit dem Kurzfilm hatte dann doch nicht geklappt. Irgendwie gingen die eigentlichen Vorstellungen nur bis zum Tag meiner Landung - also vorvorgestern. Alternativ haben wir uns dann spontan dazu entschlossen mit Sushi und Chang Bier in den Film Tom Yum Goong (https://www.tomyumgoongmovie.com/) zu gehen. Komisch das hatten wir doch am Sonntag noch gegessen? Der Film lief auf Thai mit englischen Untertiteln und teilweise auf Englisch mit Thai untertiteln. Inhalt: where is my elephant (mittlerweile “der” running Gag bei Nadine, Jerome und mir)? Ein junger Thai wächst im Urwald mit seinen Lieblingselefanten auf, die dann eines Tages nach Sydney entführet werden. Für uns unerklärlich und im Film nicht geschildert, schafft es der kleine Thai aus dem Wald ein Flugticket nach Australien zu organisieren um dort alles kurz und klein zu schlagen. Von Szene zu Szene werden es immer mehr und größere Gegner, die sich ihm in den Weg stellen, bis er letztendlich zum Endgegner kommt. Mit großem Tamtam wird auch diese(r) vermöbelt und alle sind glücklich. Ganz schön harter streifen, den ich mir in Deutschland wohl nicht angeschaut hätte. @Alex, Robert und Gunnar: das Geräusch von brechendem Genick aus Pink Floyd waren nix gegen das, was man da gestern gehört hat. Eine gute Sache hatte der Kinobesuch dennoch: ich konnte multimedial erleben, wie der thailändische König sogar im Kino verehrt wird. Mit dem erklingen der Nationalhymne haben alle Kinobesucher vor Beginn des Films aufzustehen, um dem schnafften Werbefilm zuzuschauen. Fast so gut wie die tägliche Prozedur mitten auf der Straße: dort erklingt nämlich auch jeden Tag um 18 Uhr die Nationalhymne und sämtliche Passanten bleiben dort wo sie gerade sind stehen und lauschen den krächzenden Tönen. Verrücktes Völkchen – aber sehr liebenswert.

Im Anschluss an das leckere essen ging es noch in ein kleines Restaurant, in dem ich sogar schon mit Alex und Daniela vor über drei Jahren war. Dort haben wir wieder typisches, leckeres Thai Food zu uns genommen: Pangan (so ähnlich wie Rotes Chili glaub ich) und Fishcakes und Salat und, und, und. Ich kann mir das immer gar nicht alles merken. Nur eines: njamnjam.
Gesättigt ging es dann nur noch schnell mit zu Nadine, um dort meinen Rucksack zu holen. Leider war es schon kurz vor Mitternacht, als ich mich von Nadines Wohnung zu meiner neuen Unterkunft aufmachte. So musste ich mit einem Taxi vorlieb nehmen. Im Youth Hostel angekommen war irgendwie alles schon im Bett. Die Aircon lief und ich tapste im Dunkeln durch mein Achtmannzimmer zu meinem Bett. Cool - die Aircon war direkt neben meinem Bett. Das wird ‘ne Nacht. Um meine wertvolle Kamera zu verstauen versuchte ich eine der mehreren im Zimmer installierten Mailboxen zu öffnen. Leider war außer schepperndem krach nix an diesen Dingern auszurichten was zum Öffnen hätte beitragen können. Also hatte ich diese Nacht ein mächtig dickes und hartes Kissen für meinen Kopf. Dem entsprechen mehr recht als schlecht habe ich dann auch geschlafen. Da mich Jerome und Nadine schon den ganzen Tag genervt hatten, wie gern sie mich doch wieder als Untermieter bei sich hätten wusste ich am nächsten Morgen, dass dies die erste und letzte Nacht in diesem Hostel gewesen war.