Doch noch schneller zurück

So langsam fang ich hier an durchzudrehen. Ich will wieder jemanden sehen, den ich kenn. darum habe ich heute nach der 10 (in Worten zehn) stündiger Bootsfahrt von Mandalay hier nach Bagan noch mal versucht, ob es nicht möglich ist schon am Donnerstag zurück nach Thailand zu fliegen. Ich dachte eigentlich, dass das unmachbar wäre. Aber siehe da: es geht. Morgen schon fahre ich mit dem Nachtbus nach Yangon zurück, komme dort am Donnerstag früh um 5 an und werde schon um 12 im Flieger nach Chiang Mai sitzen. Und das für schlappe 77 Euronen plus 5 für Bus.

Mit viel Glück schaff ich es dann von dort aus am gleichen Tag noch einen Nachtzug zu erwischen, der mich dann am Freitag in Bangkok rauswirft. Wir werden sehen.

Gestern war ich in Myanmar noch mit dem Engländer Tom und einem Schweitzer zu Abend essen und anschließend per Trishaw bei den berühmten Moustache Brothers. Das ist eine familiäre Truppe von Komikern, die hier in Myanmar seit Jahren durchs Land reisen und satirisch über alles herziehen. Unter anderem auch über Politik - das wurde vor Jahren für einen der Brüder zum Verhängnis, so dass er für sieben Jahre ins Gefängnis musste. Jetzt dürfen sie nur noch im eigenen Haus auftreten. War eine ganz witzige, wenn zum Ende hin auch recht kommerzielle Sache.

Der heutige Tag begann mit um 4:30 aufstehen und verlief hauptsächlich auf dem Wasser. Wahnsinnig breit ist dieser Ayeyarwady Fluss und schlängelt sich von Mandalay durch das flache Land. Weit entfernt sieht man kleinere Gebirgszüge und ab und an blinken links und rechts am weiten Ufer Stupas und Pagoden auf.

Kurz vor Ankunft in Bagan kamen wir mit dem Kahn noch in ein dickes Unwetter, so dass wir am Ufer notanlegen mussten. Man konnte keine 50m weit schauen, so derb hat es geschüttet. Ist aber alles gut gegangen. Ich werde diesen Abend noch relaxen, um dann morgen per Fahrrad hier alles zu erkunden - eine riesige Ausgrabungsstätte mit einigen dutzenden wenn nicht hundert Pagoden und Stupas. Eigentlich hab ich davon ja langsam Lust auf bekannte Gesichter - aber so zum Abschluss gebe ich mir noch mal so richtig den Pagoden-Overdrive.

Bin gespannt, ob ich irgendwie noch ein Treffen mit Gunnar und Antje organisieren kann. Die beiden scheinen mir schon auf Ko Mak zu sein, um dort vor ihrem Kambodschaaufenthalt zu relaxen. Vielleicht geh ich ja auch noch in dieses Land. Mal sehen.