Höhlenabenteuer im Mulu - Endlich zu fünft

Ein Muss für jeden Besucher des Mulu National Parks sind die Höhlen. Durch Erosion bildeten sich im laufe der Jahrtausende entsprechende Höhlen im Kalkstein. Die beeindruckenste ist die Deer Cave und gilt als die größte Höhle der Welt. Ein Jumbojet könnte problemlos darin Platz finden. Wer die BBC Reportagen “Blue Planet” kennt, hat sicher auch die Folge über Höhlen gesehen, wo es unter anderem auch um diese Deer Cave geht.

Doch zunächst sollte es für uns auf eine kleine Exkursion durch den dortigen Regenwald gehen. Dafür wurde für die Besucher ein Pfad auf 20m Höhe zwischen den Bäumen angelegt. Auf diesem sogenannten Canope Walk liefen wir auf mehreren schmalen Hängebrücken und konnten den Dschungel mal aus einer anderen Perspektive erleben. Mit knappem Zeitplan ging es gleich danach bei brennender Hitze zum 15min entfernten Flugplatz, um dort Claudi und Markus abzuholen. Leider hatten wir irgendwas mit den Zeiten verwechselt, so dass wir leider erst knapp eine Stunde nach deren Ankunft vor Ort waren. Also hieß es: aklimatisieren (eiskalte Coke für jeden) und den heißen Asphaltweg (direkte Sonneneinstrahlung zur Mittagszeit) zurück laufen. Juhu und dort haben wir sie endlich in den Arm nehmen können. Was für ein Spaß. Gleich wurden bei kühler Coke alle News und Erlebnisse der letzten Tage erzählt, so dass wir dann doch etwas hektisch wurden, als es zur Deer Cave gehen sollte.

Unser irgendwie merkwürdiger Ranger konnte nicht so recht auf uns warten und ist vom Headquarter aus schon mal ohne uns losgelaufen, obwohl wir 2 Minuten vorher am vereinbarten Ort waren. Naja so konnten wir wenigstens allein durch den Regenwald zur gigantischen Höhle laufen (der Weg war allerdings ein angelegter Pfad). Und wow: endlich erhebt sich unter dem dichten Regenwald durchschauend die riesige Kalksteinwand, wo schon Ansätze der Höhle zu sehen sind. Nachdem wir unseren Ranger wieder gefunden hatte, ging es zunächst in eine kleinere Höhle und anschließend in das unglaublich große Loch im Fels. Holla die Waldfee. Da passt wirklich ne Menge rein. Und vor allem Fledermäuse. Diese konnte man nämlich nach dem kleinen Rundgang in der Höhle von drausen herausfliegen sehen. So kamen die kleinen Flattertiere binnen einer knappen Stunde in einem ununterbrochenen Strom aus der Höhle und flogen über unsere Köpfe der Sonne entgegen. Sehr spektakulär.

Morgen werden wir den Trip zum Camp 5 antreten um die Pinnacles zu erklimmen. Ein nur 2.4km langer Wanderpfad, der aber auf 1200m Höhe führt. Puuh ich denke das wird anstrengend.